DER AIREDALE-TERRIER
Der Ursprungsort
dieser schneidigen, robusten und wesensfesten Rasse mit dem drahtigen
schwarz-gelbbraunen Fell ("black and tan") liegt in England im Tal der
Aire (Airedale). Der Zeitpunkt der Rasseentstehung ist etwa auf das letzte
Drittel des 19. Jahrhunderts zu datieren.
Die frühen, in ihrem äußeren Erscheinungsbild noch sehr uneinheitlichen
Exemplare dienten der unteren Bevölkerungsschicht zur Wasser-, Moorhuhn-
und Fasanenjagd, zur Fuchs-, Dachs -und Kaninchenjagd sowie zum Rattenbeißen
und Viehtreiben.
Nicht selten waren sie das arbeitsfreudige Werkzeug von Wilddieben.
Erst durch das bewusste Einkreuzen verschiedener anderer Rassen über 2
bis 3 Jahrzehnte hinweg entstand der "Airedale-Terrier", ähnlich wie wir
ihn heute kennen.
Das erste Exemplar seiner Rasse fand den Weg um 1893 nach Deutschland.
KÖNIG DER TERRIER
Der Airedale-Terrier
ist die größte englische Terrierrasse. Er wird deswegen auch "Der König
der Terrier" genannt.
Seine Erscheinungsform ist muskulös, aktiv und kompakt, sein Wesen (wenn
entsprechend erzogen, ernährt und geführt) offen, vertrauensvoll und freundlich.
Das Stockmaß liegt beim Rüden laut Standard zwischen 58 und 61 cm, bei
der Hündin zwischen 56 und 59 cm.
Sein Fell ist dicht und drahtig mit weicher Unterwolle. Es sollte regelmäßig
3-4 mal im Jahr getrimmt werden, um die rassetypisch erwünschte
Drahtigkeit zu erhalten. Wird der Hund regelmäßig gepflegt, dann ist er
fast nicht haarend.
Vom kompletten Scheren des Hundes sei hier abzuraten, da dessen Fell dadurch an Drahtigkeit
(und somit an bestehendem Zuchtqualitätsstandard) verlieren kann.
Für den Besitzer, der seinen Hund nicht ausstellen oder nicht zur Zucht verwenden
will, ist dies natürlich weniger relevant. Die Entscheidung, ob er sein
Tier trimmt oder schert ist dann seinen eigenen Vorlieben überlassen.
Der Airedale-Terrier ist couragiert, clever und gewitzt, zudem wachsam
ohne zu Aggressivität oder zum Kläffen zu neigen. Er ist weitgehend furchtlos,
verspielt und mit Vorliebe liebenswürdig dickköpfig. Bei entsprechender
liebevoller und konsequenter Behandlung ist er gehorsam und sehr lernwillig.
Unter der Vorraussetzung eines einfühlsamen und familiennahen Umfeldes
wird sie der Airedale auch mit seiner Kinderliebe und seiner starken Anhänglichkeit
belohnen. Dabei sollten sie es nicht vernachlässigen, dem Tier während
der Erziehung immer mit dem nötigen Verständnis zu begegnen, denn nur
so werden sie und ihr Hund zu einem fest verschweißten Team und bestehen
auch die schwierigsten sportlichen Prüfungen mit Bravour.
Essentiell für jeden Hund - besonders für den Airedale-Terrier - sind regelmäßige
und ausreichende Bewegung und spielerische Beschäftigung. Dies ist nicht nur wichtig, um seinem hohen Energiepotential
gerecht zu werden sondern auch um ihn "geistig" auszulasten, damit er
nicht ab und zu unleidlich wird oder kleine "Dummheiten" anstellt. Wenn
Sie einen Hund suchen, der jeden Befehl sofort kadaverhörig ausführt,
dann ist der Airedale nicht die richtige Wahl.
Ein fataler Fehler wäre zudem, sich nur auf die rassetypischen Anlagen
zu verlassen, ohne diese erzieherisch zu unterstützen. Unter falscher
Führung kann der Airedale-Terrier, wie jede anderer Rasse auch, soziales
Fehlverhalten entwickeln. Es liegt uns daher sehr am Herzen, unsere Hunde
in den richtigen Händen zu wissen.
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